Liebespaar mit ungewöhnlicher Geschichte

Die Komödie „Jahre später, gleiche Zeit“ war in der ausverkauften Paul-Metz-Halle zu sehen. Heiner Lauterbach und Dominique Lorenz erzählten in sechs Szenen die ungewöhnliche Liebesgeschichte einer langen Affäre.

Komödie Jahre später, gleiche Zeit

Vor einem Vierteljahrhundert hatten sich die beiden Mittzwanziger Doris und George in einem Hotelzimmer in Kalifornien zum ersten Mal getroffen, sich Hals über Kopf ineinander verliebt, eine Nacht miteinander verbracht und beschlossen, sich im Jahr darauf am gleichen Tag hier wiederzusehen. Nach dem Motto „Nächstes Jahr, gleiche Zeit“ wurde im Laufe der Jahre eine ungewöhnliche und wahre Liebe – und nun sind schon 25 Jahre vergangen. Gespannt verfolgt das Publikum mit, wie sich ihr Leben in der Zeit entwickelt hat. All die Höhen und Tiefen, Überraschungen und Wendungen, die das Dasein so mit sich bringen kann. Früher tauschten sie Fotos ihrer Kinder aus und erzählten sich das Neueste von ihren Ehepartnern. Später stehen die Enkel im Mittelpunkt und so manches Zipperlein des Alters.

 

Kurz vor ihrem Jubiläumstreffen ist Georges Frau Helen gestorben „Sie fehlt mir“, sagt er, und Doris ist voller Mitgefühl. Ganz anders reagiert sie später, als George sich eine junge Freundin nimmt und nochmal Vater wird. Doris selbst wird mit einem Bestseller über ihre Dauer-Affäre berühmt und reich und letztlich von ihrem Mann verlassen. Nach turbulenten Jahren beschließen die Beiden doch noch vor den Traualtar zu treten, auch in dem Wissen, dass Doris unheilbar krank ist.

 

Die Tragikomödie ist unaufgeregt inszeniert und legt Wert auf feinen, subtilen Witz mit geschliffenen Dialogen. Atmosphärisch reich und mit einem durchgängig hoch gehaltenem Spannungsbogen versehen, wird das Stück von Heiner Lauterbach und Dominique Lorenz souverän gespielt. Viel Applaus zum Ende.

 

Fotos von der Komödie „Jahre später, gleiche Zeit“ sehen Sie hier

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