"Hommage an Edith Piaf" in der Paul-Metz-Halle

Der Spatz von Paris

Sie ist eine der größten Legenden des französischen Chansons. Mit einer respekt- und gefühlvollen Mischung aus bekannten Liedern und biografischen Schlaglichtern präsentierten Elke Wollmann und Béatrice Kahl in der Paul-Metz-Halle eine „Hommage an Edith Piaf“.

Hommage an Edith Piaf

Eleganz, Flair, Beschwingtheit – das verbindet man mit Paris, noch dazu, wenn Musik im Dreivierteltakt erklingt. Wie in einer Zeitreise fühlte man sich bei dieser gefühlvollen Hommage in die Mitte des letzten Jahrhunderts versetzt, in die Zeit von Stars wie Marlene Dietrich, von Varietés und Tanzsälen, aber auch die Angst vor dem Krieg, die sich in der Gier nach Zerstreuung niederschlug. In Edith Piafs Liedern schwingt dies ebenfalls mit, wenn sie über die vielen Facetten der Liebe singt, die Leidenschaft und über die Tragödien des Lebens.

 

Elke Wollmann ist seit mehr als zehn Jahren festes Mitglied im Schauspielensemble am Staatstheater Nürnberg. Dass sie die Piaf auch auf der Bühne verkörpert hat, ist an diesem Abend spürbar, ihre Liebe zum Chanson hör- und sichtbar. Vom temperamentvollen Lied bis zur leisesten Note wirkt alles stimmig und sensibel, manchmal so authentisch, dass man meinen könnte, die Piaf stehe selbst mit auf der Bühne. Mit Béatrice Kahl steht eine kongeniale Begleiterin auf der Bühne und setzt mit ihrem Spiel auf dem Klavier einen stimmungsvolle Klangteppich unter die Texte.

 

Edith Piafs viel zu kurzes Leben war geprägt von verzweifelter Leidenschaft, Hingabe zur Musik und der vergeblichen Suche nach der einen großen Liebe. Ihrem Leben voller Widrigkeiten setzte sie ein „Ich bedauere nichts“ sowie ein „Komm schon, es geht weiter, steh‘ auf“ entgegen. Hinterlassen hat sie weltbekannte Chansons für die Musikgeschichte. Ihre Kunst lebt weiter, so wie an diesem Konzertabend. Chapeau für diesen Abend, liebe Elke Wollmann und liebe Béatrice Kahl.

 

Bilder (Werner Schieche) vom Konzertabend sehen Sie hier

 

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